„1406“ – Christian Tagliavini bei „Camera Work“ in Berlin

„Tolemaide“, 2017. © Christian Tagliavini / Courtesy of CAMERA WORK.

Welch‘ eine Hingabe des Fotokünstlers Christian Tagliavini (*1971) an sein Sujet bei der Vorbereitung und Vollendung seiner Serie „1406“! In grandiosen Porträts läßt er die „Würde, Grazilität, Anmut und Kraft“ der Frührenaissance wieder aufleben. In einer Referenz an den florentinischen Maler Filippo Lippi (1406-1469) nimmt er dessen Geburtsjahr als Titel seiner Fotoserie.

Die prächtigen Kleider und Accessoires der Renaissance erschuf er sämtliche selbst sowie die Ausstattung und Kunstobjekte, die einst auch die Gemälde dieser  Epoche füllten. Mehr als zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen für dieses ausgefallene Serienwerk. Christian Tagliavini ist jedoch kein Neuling in dieser Sparte. Mit „1503“ (2010), deren Fotografien ebenfalls der Epoche der Rennaissance gewidmet waren, sowie „Carte“ (2012) und „Voyages Extraordinaires“ (2015) hatte er sich unter Liebhabern bereits einen Namen gemacht.

Seine Fotoporträts ähneln nicht nur frappant den gemalten Vorbildern. Sie tragen auch Funktionsnamen, die sich an dieser umwälzenden Zeit orientieren wie „La Moglie dell Orefice“, Die Frau des Goldschmieds, oder „Alchimiade“, die Alchimistin, oder „Tolemaide“, die Ptolemäerin.

Bei „Camera Work“ gehört das gesamte Erdgeschoss den Großfotografien von „1406“. Im Obergeschoss finden sich Beispiele aus den vorangegangenen Serien des Künstlers.

Im Fabruar 2018 erscheint im teNeues Verlag das Fotobuch „Christian Tagliavini“, das bei der Finissage in Berlin am 24. Februar von dem Künstler persönlich signiert wird. Ab 9. März 2018 sind die Werke von Tagliavini in einer Retrospektive im „Museum Fotografiska“ in Stockholm zu sehen.                                                                                   red

„Christian Tagliavini. 1406“, in Berlin bis 24.02.2018. http://www.camerawork.de

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